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Arbeitenden Kindern ohne Schulausbildung eine Zukunft geben

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Kinderarbeit in Verbindung mit Analphabetentum ist in vielen sogenannten Entwicklungsländern stark verbreitet. Eines dieser Länder ist Pakistan, das der Autor dieses Beitrags selbst bereist hat und dabei auch mit der Arbeits- und Lebenssituation der Werktätigen in den zahlreichen Ziegeleibetrieben konfrontiert wurde.

Die pakistanische Regierung schätzt, dass mehr als 3 Millionen Kinder schwere körperliche Arbeiten verrichten müssen. Hilfsorganisationen gehen aber von der dreifachen Anzahl aus.

Die Kinder werden bereits früh zum Arbeiten gezwungen und gehen nicht zur Schule. Es gibt in Pakistan zwar das Recht auf Basis-Schulbildung, aber keine Schulpflicht. Diese Kinder, die in Metallfabriken arbeiten, Teppiche weben oder zusammen mit ihren Eltern in eine der vielen Ziegeleien arbeiten, sind allgemein in einem schlechten Gesundheitszustand.

Die Ziegeleiarbeiter, „Brick Kilns“ genannt, fallen unter die Kategorie „Bounded Labour“ (Schuldsklaverei). Es handelt sich um eine besondere Form von abhängig Beschäftigten, die ihren Arbeitgebern mehr oder weniger ausgeliefert sind. Als Analphabeten haben sie es dabei besonders schwer. Die mitarbeitenden Kinder leben mit ihren Eltern in armseligen Behausungen innerhalb des Ziegeleigeländes: Es gibt keinerlei Infrastruktur: Kein fließendes Wasser, keine sanitären Anlagen, kein Strom, keine Telekommunikation. Die Kinder bleiben mangels Schulbildung in der gleichen Abhängigkeit wie ihre Eltern.

Unser neu gegründete Verein „Pakistanhilfe VS“ hat jetzt in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Katholischen Kirchengemeinde ‚Arooj-e‘ in Faisalabad/Pakistan ein Projekt begonnen, mit dem im ersten Schritt 240 christliche und muslimische Kinder zwischen 6 und 13 Jahren eine einjährige Vorschulausbildung erhalten, die sie zum Eintritt in das normale Schulsystem befähigt. – Mehr Information mit Hilfsmöglichkeit  >>>Download Flyer sowie Fotogalerie aus zwei Ziegeleibesuchen im Oktober 2010. – HJE

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