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    Laura Barreto

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Auf der Flucht im eigenen Land: Die vergessenen Flüchtlinge

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Bei der aktuellen Berichterstattung zur Flüchtlingsthematik geht es ausschließlich um die grenzüberschreitenden Flüchtlingsströme in Richtung EU/Deutschland. Dabei wird übersehen, dass es weltweit mehr als doppelt so viele Binnenvertriebene wie internationale Flüchtlinge gibt. Die in Würzburg erscheinende ‘Tagespost’ schreibt in ihrer Ausgabe vom 9. Januar 2016: „Mit 38 Millionen Binnenvertriebenen wurde im Jahr 2014 ein neuer, trauriger Rekord erreicht …Binnenflüchtlinge werden gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention nicht als Flüchtlinge anerkannt, weil sie keine internationale Grenze überquert haben. Deshalb erhalten sie in der Regel keinerlei Hilfe und sind ständig in der Gefahr weiterer Verfolgung. In vielen Fällen sind Regierungen, Rebellengruppen oder internationale Unternehmen direkt oder indirekt für die Vertreibungen verantwortlich. Um Flüchtlinge im Sinne des Völkerrechts kümmert sich das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR. Für Binnenvertriebene gibt es kein entsprechendes Organ.

Längst schon sind weit mehr Menschen Vertriebene in den Grenzen ihrer eigenen Staaten als jene, die in andere Länder geflohen sind…“. – Betroffene Länder sind unter anderen der Irak mit drei Millionen Flüchtlingen; der Libanon hat eine Million aus Syrien aufgenommen, womit im Libanon ein Viertel der Bevölkerung Flüchtlinge sind. Die Lage der Binnenflüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik ist als menschenunwürdig zu bezeichnen; ebenso in >>>Myanmar, wo eine muslimische und eine christliche Minderheit verfolgt werden.

Auch die Ukraine ist betroffen: Es sollen etwa 1,4 Millionen Ostukrainer auf der Flucht sein, die meisten innerhalb des eigenen Landes. Für den Präsidenten der Caritas Ukraine, Andrij Waskowycz, ist die Notlage der Binnenflüchtlinge eine der „schlimmsten Katastrophen der Nachkriegszeit“. Würden alle Flüchtlinge innerhalb der Ukraine Richtung Europa weiterziehen, würde Europa der Krise der Ukraine mehr Bedeutung beimessen. 

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