Nordkorea: Was tun gegen diese Brutalität?

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  • Iran: Christen in 2012 beim Beten verhaftet
    Als „Gefangene des Monats Juli“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und idea die im Iran inhaftierten Christen Mohammed Roghangir und Massoud Rezai benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die Betroffenen einzusetzen und für sie zu beten. Die beiden Konvertiten wurden am 12. Oktober 2012 bei einem Gebetstreffen in der zentraliranischen Stadt Schiras […]

Sind iranische Asylbewerber nur Schein-Konvertiten?

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Zum Vortrag: ‚Bedrohte Christen in Flüchtlingsheimen‘

Shirin war auch bei uns in VS (2. und 3. Juni 16)

Nordkorea-Vortrag am 20. Juli 2017 in Villingen: Blick in ein verschlossenes Land

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VS-Villingen. Die Arbeitsgruppe VS der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) lädt zu einem Vortragsabend mit dem ehemaligen nordkoreanischen Hauptmann Joo Il Kim, am 20. Juli 2017, 19.30 Uhr beim Bildungswerk Heilig Kreuz, 78048 Villingen-Schwenningen, Stadtbezirk Villingen, Hochstraße 34, ein.

Unter dem Titel „Schreckensregime Nordkorea – Blick in ein verschlossenes Land“ berichtet ein Insider, wie ein System  „funktioniert“, das mit der atomaren Bedrohung spielt, Christen verfolgt, Menschen aus geringsten Anlässen in Zwangsarbeit schickt, foltern und hinrichten lässt. Für mehr Info >>>Download Einladungsflyer.

Die Vortragssprache ist koreanisch mit simultaner Übersetzung ins Deutsche. Als Übersetzerin konnten wir die Vizepräsidentin der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, Frau Soun-Kyoung Beck gewinnen. – HJE

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Herzliche Einladung zum Vortrag von Prof. Schirrmacher am 10. Juli in Freiburg

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Freiburg. Die Arbeitsgruppe Freiburg der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte  (IGFM)  lädt zu einem Vortragsabend mit Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, am 10. Juli 2017, 19.30 Uhr, Uni Freiburg, KG I, HS 1098, Platz der Universität 3, 79098 Freiburg, ein: „Religions-, Gewissens- und Meinungsfreiheit als Herz unserer Demokratie – Kann man in Deutschland zugleich die Religionsfreiheit aller beschützen und Feinde der Religionsfreiheit bekämpfen?“

Religions-, Gewissens- und Meinungsfreiheit sind keine Randwerte, sondern zentrale Elemente im Konzert der Menschenrechte, ohne die es auch keine Demokratie geben kann, wie etwa die Arabellion jüngst wieder gezeigt hat. Ohne diese Freiheiten kann kein Land der Erde ein freies Land werden oder sein, aber gerade deswegen sind sie auch für Deutschland absolut zentral. Es muss uns gelingen, allen Menschen aller Religionen und Weltanschauung in Deutschland ein freies Zuhause zu bieten und gleichzeitig die Feinde der Religionsfreiheit in die Schranken zu weisen. Denn Religionsfreiheit gibt es nur dort, wo sie auch vom Gewaltmonopol des Staates beschützt wird. Professor Schirrmacher wird dies mit zahlreichen Beispielen aus seiner weltweiten Reisetätigkeit in über 100 Ländern belegen und zur Diskussion stellen. Zur Person: Prof. Schirrmacher ist Präsident der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und Stellvertretender Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, die 600 Mio. Protestanten vertritt. Er ist zudem Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (IIRF) und Professor für Religionssoziologie an der staatlichen Universität des Westens in Timisoara, Rumänien. – Der Eintritt ist frei; freiwillige Spenden für die Arbeit der IGFM sind erbeten. Weitere Informationen: Telefon 01523 3625939 (Ernst).

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Verfolgte Chinesische Christen in unserer Nähe

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Schwarzwald-Baar. Mitglieder unserer Arbeitsgruppe VS hatten kürzlich Gelegenheit, mit Hilfe eines Dolmetschers das Schicksal von sieben verfolgten Mitgliedern chinesischer Hauskirchen zu erfahren und zu dokumentieren. 

Vorweg: Die Chinesische Sprache teilt die Christen in zwei Gruppen, Jidu Xinjiao (Protestantismus) und Tianzhu jiao (Katholizismus) ein. Bei den Protestanten gibt es die regierungstreue (patriotische) Drei-Selbstbewegung und die Hauskirchenbewegung. Das Problem bei Haus- oder Untergrundgemeinden ist die Registrierung oder Nicht-Registrierung. Der Staat hat bei einer Registrierung die totale Kontrolle – jedes Vorhaben muss angemeldet werden. Alle, die sich deswegen nicht registrieren lassen, werden bespitzelt und verfolgt. Der Transport von Bibeln und religiöser Literatur wird streng kontrolliert, missionarische Aktivitäten, Versammlungen mit Bibellesen sind verboten. Zitat: „Wenn drei oder mehr Personen gemeinsam die Bibel lesen, gilt dies als Verbrechen“. Es gibt also keine Religionsfreiheit gemäß § 18 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung von 1948, speziell die Freiheit, den Glauben mit anderen öffentlich zu teilen und zu bekunden, keine Freiheit zu missionieren. Dazu die Aussage eines der sieben Befragten: 

„Ich hatte Bücher im Auto transportiert, kam in eine Polizeikontrolle und konnte nur deswegen der Kontrolle entgehen, weil mein Vordermann flüchtete und die Polizei diesen verfolgte. Dies war 2011. Danach wandte ich mit meinen Glaubensgeschwistern eine andere Strategie an: Wir fuhren immer mit zwei Fahrzeugen: Das erste Fahrzeug war ohne Bücher, das Zweite mit Büchern. Bei einer Kontrolle warnte der Erste den Zweiten.“ 

Auf die Frage, was passiert, wenn bei der Kontrolle Bücher gefunden werden, antwortete er:

„Es gibt ein Verhör – bei Verweigerung der gewünschten Aussagen gibt es Folter – gegebenenfalls bis zum Tod. Auch Familienangehörige, die nicht gläubig sind, sind betroffen, sie verlieren ihre Arbeit, etc. Ich selbst wurde von meiner eigenen Tochter unter Druck gesetzt: „Wenn du nicht aufgibst, bin ich nicht mehr deine Tochter – sie hat alle Kontakte abgebrochen. Es war eine sehr schmerzhafte Erfahrung für mich.“

Wie kam es zur Flucht? Die Polizei erfasste jetzt immer beide Fahrzeuge in der Video-Überwachung und erkannte den Zusammenhang. Ein Kollege hatte ihn gewarnt. Er versteckte sich bei Bekannten in der Region. Später traf er in Peking Glaubensbrüder, mit deren Hilfe bekam er ein Touristenvisum und gelangte über Umwege nach Deutschland. 

>Staatliche Anerkennung schützt nicht vor Verfolgung

>Christenverfolgung in China

Zur Katholischen Kirche in China: Analog zur patriotischen Drei-Selbstkirche gibt es die Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung, staatlich gelenkt und von Rom nicht anerkannt. Daneben die romtreue Untergrundkirche, die bis heute verfolgt wird. 

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„Dem IS entronnen – und jetzt bedroht im Flüchtlingsheim?“

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Im Rahmen der Ausstellung „Verfolgte Christen und Minderheiten weltweit“, die vom 2. bis 16. November 2016 im Landratsamt Schwarzwald Baar in Villingen präsent ist, gibt es am 11.11. um 19.30 Uhr den Vortrag: „Dem IS entronnen – und jetzt bedroht im Flüchtlingsheim? – Erfahrungen christlicher und jesidischer Flüchtlinge in Deutschland“. Referent ist Karl Hafen, bisheriger Geschäftsführer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). – Allen Flüchtlingen gleiche Rechte zu gewähren, wie auch das Recht auf Religionsfreiheit, sollte bei uns Normalität sein. Dennoch hört die IGFM immer wieder Klagen von christlichen und jesidischen Flüchtlingen, dass sie von den muslimischen Mit-Flüchtlingen beleidigt, gemobbt, ausgegrenzt, ja sogar tätlich angegriffen wurden und dass sogar Heimpersonal tatenlos geblieben ist und muslimische Übersetzer die Klagen falsch übersetzt haben. Warum klagen die einen, aber die anderen nicht?

Der Referent schildert unter anderem Fälle von betroffenen Christen und Jesiden, die IGFM-Mitarbeiter mit Hilfe von Interviews aufgenommen haben. – Veranstaltungsort: Landratsamt Schwarzwald Baar, Am Hoptbühl 2, 78048 Villingen-Schwenningen, Stadtbezirk Villingen. – Der Eintritt ist frei – freiwillige Spenden sind erbeten. >>>Download Flyer

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Ausstellung ‚Verfolgte Christen und Minderheiten weltweit‘

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Die IGFM-Arbeitsgruppe VS lädt zu einer aktuellen Ausstellung über Menschenrechtsverletzungen in zahlreichen Ländern ein. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden Verfolgte Christen sowie religöse und andere Minderheiten.

Ort: Landratsamt Schwarzwald Baar, Am Hoptbühl 2, 78048 Villingen-Schwenningen

Zeitraum: Mittwoch, 2. November bis Mittwoch, 16. November 2016

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch: 08.00 bis 11.30 Uhr, Donnerstag: 08.00 bis 11.30 Uhr und 14.00 bis 17.30 Uhr

Eintritt: freier Zugang im Eingangsbereich

Weltweit werden Minderheiten schikaniert, bedroht und oftmals willkürlich getötet. Verfolgt werden christliche Konvertiten und religiöse Gruppen, ebenso wie sexuelle oder ethnische Minderheiten wie auch Menschenrechtsaktivisten. Die Verbrecher des sogenannten Islamischen Staates (IS) sind nur eine kleine Gruppierung – wenn auch aktuell die prominenteste und brutalste unter den Menschenrechtsverletzern. Auch das Mullahregime im Iran oder das Regime um Kim Jong Un in Nordkorea finden sich auf der Liste der grausamen Unterdrücker ganz oben.

Ziel dieser aktuellen Ausstellung ist es, die Besucher/innen für die dramatischen Menschenrechtsverletzungen weltweit zu sensibilisieren. Öffentlichkeit ist der beste Schutz für die Opfer religiös oder politisch motivierter Gewalt.

Die zweiwöchige Ausstellung umfasst 26 Exponate, die in drei thematische Gruppen gegliedert sind:

  • Bereich religiöse Verfolgung (Iran, Pakistan, Nigeria, Indien, Syrien, Türkei)
  • Bereich IS-Terror (Nordirak)
  • Bereich kommunistische Unterdrückung und Gewalt (Nordkorea, Kuba)

Darüber hinaus wird die Kampagne „IS-Tribunal jetzt!“ präsentiert, um die Verbrechen des IS von einem Ad-hoc Tribunal der Vereinten Nationen aufklären zu lassen. Auch werden Beispiele aufgezeigt, wie die IGFM den Betroffenen hilft, und wie sich jeder Besucher selbst für die Menschenrechte und die Opfer einsetzen kann. – Kontakt: Heinz J. Ernst, (07721) 9168-260. 

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„Bedrängte Christen im Dreiländereck Syrien-Türkei-Nordirak“

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Villingen-Schwenningen. Die Arbeitsgruppe VS der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte  (IGFM)  lädt zu einem Vortragsabend mit Gottfried Spangenberg aus Königsfeld, am 6. Oktober 2016, 19.30 Uhr beim Bildungswerk Heilig Kreuz, 78048 Villingen, Hochstr. 34, ein. Unter dem Titel: „Christen im Dreiländereck Syrien – Türkei – Nordirak (Kurdistan) – zwischen Bedrängnis und Entfaltung“ schildert er deren wechselhafte Situation vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Die damalige willkürliche Grenzziehung durch die Kolonialmächte schadete vor allem den christlichen Armeniern, Aramäern und Assyrern, ebenso wie den muslimischen und jesidischen Kurden. Eine ehemals einheitliche Kultur, aus der schon früh Impulse für die gesamte Christenheit kamen, wurde zerstückelt. Seit 100 Jahren gab es große Veränderungen durch Kriege, Massaker, Deportationen und jetzt die jüngste islamistische Bedrohung, die Emigration und regionale Migrationen bewirkten. Der Referent war 30 Jahre im Libanon als Theologe und Pädagoge beim Christlichen Hilfsbund tätig und ist mit der Situation im Nahen Osten vertraut.

Er beantwortet Fragen wie: warum bleiben einige Christen trotz Terror und Verfolgung in ihrer Heimat? Wie können wir in Deutschland den Bedrängten beistehen und helfen? Der Eintritt ist frei; freiwilligen Spenden sind erbeten. >>>Download Flyer

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Situation in Asylheimen: Wahrhaftigkeit statt Selbstgerechtigkeit vonnöten

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Wie die Nachrichtenagentur idea berichtet, hat Pfarrer Gottfried Martens von der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde in Berlin Steglitz die Stellungnahme der beiden großen Kirchen zur Situation von Christen in deutschen Flüchtlingsunterkünften kritisiert, und sie als ein „Dokument kirchlicher Selbstgerechtigkeit“ bezeichnet. Martens und seine Gemeinde kümmern sich schon länger intensiv um Flüchtlinge, besonders um diejenigen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hatten erklärt, dass es zwar Ablehnung und Gewalt gegenüber religiösen Minderheiten gebe, aber die Fälle seien „vergleichsweise selten“. Laut Martens werden zwar die Missstände in der Stellungnahme benannt, aber insgesamt gehe es darum, das eigene kirchliche Verhalten in einem vorteilhaften Licht erscheinen zu lassen. Er widersprach der Aussage, dass die beiden Kirchenleiter Berichte von Übergriffen auf Christen von Beginn an ernst genommen hätten: „Die großen Kirchen haben erst und nur dann auf diese Berichte reagiert, als sie Stellungnahmen aufgrund innerkirchlichen Drucks und aufgrund der öffentlichen Diskussion nicht länger vermeiden konnten.“ ⇒Download Stellungnahme der Kirchen

Diese Beurteilung seitens Pfarrer Martens korrespondiert mit meinen Beurteilungen der Reaktionen von Politikern und Kirchenvertretern. Ein Weihbischof schrieb unlängst: “…Wo Menschen in großen Lagern dicht gedrängt zusammenleben müssen, wird es unweigerlich Konflikte geben: Um Nichtigkeiten oder schwerwiegende Anlässe. Auch religiöse Gründe kann es geben. Es wird gelegentlich behauptet, in den Lagern würden Christen verfolgt werden. Aus unseren 78 Flüchtlingseinrichtungen ist mir nichts bekannt…man dürfte das auch nicht zulassen. Ich vermute, dass aus politischen Gründen Einzelfälle aufgebauscht werden, um eine Anti-Islam-Stimmung zu erzeugen. Die von unserem Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit ist ein hohes Gut. Sie darf weder von Christen noch Muslimen infrage gestellt werden.“ Kommentar: Statt eines allgemeinen Plädoyers für Religionsfreiheit und der erklärten Solidarität für alle bedrängten Menschen sollte der Weihbischof sich informieren, was bundesweit in den Heimen abläuft und sich nicht einfach mit einer Umfrage bei Landräten in seiner Diözese begnügen. Er müsste schon selbst Heime aufsuchen und auch die Erfahrungen von Menschenrechtsorganisationen und anderen Quellen in Betracht ziehen*. Wenn er von „aufgebauschten Einzelfällen“ spricht, die eine „Anti-Islam-Stimmung“ erzeugen sollen, unterstellt er auch denen, die sich leidenschaftlicher als er für ihre Schwestern und Brüder einsetzen, politische Instrumentalisierung.

„Ross und Reiter“ zu nennen, wird bei vielen Kirchenvertretern als „Störung des Friedens mit den Muslimen“ gewertet, so geschehen bei einer Unterschriften-Sammlung für ein Blasphemie-Opfer in Pakistan. Auf dem Roll-up-Banner mit dem Großfoto von Asia Bibi heißt es: „Todesstrafe wegen Beleidigung des Islam“.

Auch Fürbitten für ‘verfolgte Christen’ im Gottesdienst sind von vielen Pfarrern nicht gewollt, bestenfalls werden sie neutral formuliert (“…für alle um ihrer Überzeugung willen Verfolgten“).

Im Mai 2016 machte der neu gewählte Präsident des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, Polemik gegen den Vorschlag, Christen und Muslime getrennt unterzubringen. Er warnte in einem Gespräch mit der „Welt“ vor einem „verheerenden Signal“, das damit verbunden wäre. Sternberg argumentierte, dass man damit dem Eindruck Vorschub leiste, wir seien nicht fähig zur „friedlichen Koexistenz“. Man dürfe nicht „den Irrglauben schüren, dass Christen und Muslime nicht gut zusammenleben könnten“. Kommentar: Statt Wunschdenken sollte Sternberg sich der Realität stellen. Dann wüsste er, dass die gleiche Situation, aus der die Christen geflohen sind, sie in Deutschland wieder eingeholt hat.

Auch Politiker in Berlin brauchten lange, bis sie die Realität in deutschen Flüchtlingsheimen wahrhaben wollten. Der IGFM-Arbeitskreis ‘Religionsfreiheit weltweit’ appellierte im August 2015 an den Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert und forderte Sicherheit für christliche Flüchtlinge. Der leitete den Appell an den Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages weiter. Eine weitere Reaktion ließ auf sich warten. – HJE

*Bereits im Oktober 2014 berichtete die „Welt“ unter dem Titel „Christen fürchten im Asylheim um ihr Leben“ über islamisch motivierte Gewalt gegen koptische Christen in Burbach. Die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg wollte auf Anfrage der „Welt“ keine Stellung zu den Vorfällen beziehen. Der private Heimbetreiber European Homecare bestätigte Vorfälle: „Anfeindungen von muslimischen gegenüber christlichen Flüchtlingen kommen immer wieder vor.“ – Immer wieder gab es und gibt es in der Gegenwart Presseberichte über die Drangsalierung von Christen ⇒siehe zum Beispiel den FAZ-Artikel: „Schaut endlich auf die Christen!“

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Mobbing in Flüchtlingsheimen – aufgebauschte Einzelfälle?

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Unter dem Titel: „Attacken auf Christen offenbar Einzelfälle“ berichtet der ‚Schwarzwälder Bote‘ In seiner Ausgabe vom 8.7.2016  über eine Erhebung der evangelischen Landeskirche in Württemberg zum Thema Mobbing von christlichen Flüchtlingen in den Unterkünften des Landes. Das Fazit dieser Erhebung sei, dass es keine systematische Verfolgung gebe und es offenbar nur Einzelfälle seien. Der Chef des Diakonischen Werkes, Dieter Kaufmann, habe „nur“ in fünf Fällen von Mobbing gesprochen. Der Grund für die Erhebung sei gewesen, dass „rechtskonservative“ Medien und evangelikale Kreise eine angebliche Verfolgung von Christen thematisiert hätten. Nun, was will die Landeskirche damit beweisen? Keine der Organisationen/Gemeinden, die sich um die Betroffenen kümmern, hat je behauptet, dass es sich um eine „systematische Verfolgung“ handele. Es geht ihnen besonders um den Schutz der Religionsfreiheit für die vom Islam zum Christentum konvertierten Asylbewerber, sowie der anderen Christen, die als Minderheit bedrängt werden; also nicht um sogenannte „Alltagskonflikte“, die auf das Zusammenleben auf engstem Raum zurückzuführen sind. Anstatt hier die Problematik kleinzureden, sollte vielmehr der vorbildliche Einsatz wie zum Beispiel der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde in Berlin-Steglitz und das Engagement mehrerer Menschenrechtsorganisationen gewürdigt werden. Deren Verdienst ist es auch, dass Bistümer und Landeskirchen erst „wach“ geworden sind. – Ein Problem ist, dass viele Flüchtlinge eingeschüchtert sind und es nicht wagen, eine Anzeige zu erstatten. Falls sie es doch tun, bekommen sie bis zu zwanzig Gegenanzeigen und aus Opfern werden „Täter“. Die Dunkelziffer ist also höher als die Anzahl der bekannt gewordenen Fälle; und: Umfragen in Heimen geben nicht unbedingt die ganze Wirklichkeit der Diskriminierung wieder, die über das sogenannte Mobbing hinausgeht.

Zuvor hatte ein Freiburger Weihbischof (‚Konradsblatt‘ 23/2016) gemutmaßt, dass aus politischen Gründen Einzelfälle aufgebauscht werden, um eine Anti-Islam-Stimmung zu erzeugen. [Welch ein Unsinn!]
Jemand, der sich zu diesem Thema äußern will, sollte sich zunächst ein genaues Bild über die Situation in Flüchtlingsheimen machen, in dem er Kontakt mit Betroffenen, Betreuern oder Menschenrechtsorganisationen aufnimmt. – Heinz Josef Ernst

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„Vom Kampf gegen Fluchtursachen im Nahen Osten“ – Vortrag am 2. Juni 16

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VS-Villingen, 28.Mai 2016. Mit der Überschrift „Vom Kampf gegen Fluchtursachen im Nordirak“ kündigt der Schwarzwälder Bote den Vortrag am 02. Juni 16 an:

„Einen Vortrag über humanitäre Hilfe im Nordirak halten Karl Hafen und Khalil al Rasho bei der Arbeitsgruppe Villingen-Schwenningen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Donnerstag, 2. Juni, ab 19.30 Uhr beim Bildungswerk Heilig Kreuz in der Hochstraße 34 in Villingen. Die Referenten gehen der Frage nach, wie sich die Fluchtursachen im Nahen Osten beseitigen lassen“ ==>> online weiterlesen beim Schwarzwälder Boten.

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Wie können Fluchtursachen im Nahen Osten beseitigt werden?

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Herzliche Einladung zum Vortrag am 2. Juni 2016

VS-Villingen. Das Engagement der IGFM für Menschenrechte und humanitäre Hilfe in Syrien, im Irak und in der Türkei ist Thema eines Vortrags-Abends des Bildungswerkes Heilig Kreuz Villingen in Kooperation mit der IGFM-Arbeitsgruppe VS. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag, die Menschen in den Kriegsgebieten zum Bleiben zu ermutigen.

  • Referent: Karl Hafen, Geschäftsführer der IGFM Deutsche Sektion e.V., Frankfurt am Main
  • Termin: Donnerstag, 2. Juni 2016, 19.30 Uhr
  • Ort: Pfarrzentrum Heilig Kreuz, 78048 VS-Villingen, Hochstraße 34
  • Der Eintritt ist frei – um freiwillige Spenden wird gebeten.

>>>Download Flyer

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Ihre Hilfe für Bedrängte und Verfolgte

Menschenunwürdig…

Unterschreiben für Gerechtigkeit:

Machen Sie mit: Petition für ein Tribunal über den Islamischen Staat (IS)

Tatsachen…

Über 3000 Zwangsehen jährlich

Morde im Namen der Ehre