Zum Vortrag: ‚Bedrohte Christen in Flüchtlingsheimen‘

Es wird gehandelt…

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  • Nordkorea: Keine Anzeichen für einen Wandel
    IGFM-Interview mit dem Nordkoreaner Kim Young-Il Bei einem Besuch in Frankfurt am Main berichtete der ehemalige Nordkoreaner über seine lebensgefährliche Flucht aus seiner Heimat. Mit Michaela Koller, IGFM-Referentin für Religionsfreiheit, sprach er über die in seiner Heimat erlebte Hungersnot, sowie über seine Erkenntnisse zu Gefangenenlagern und zu der Situation der wegen ihres Glaubens Verfolgten >>>Download […]

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Shirin war auch bei uns in VS (2. und 3. Juni 16)

„Dem IS entronnen – und jetzt bedroht im Flüchtlingsheim?“

Im Rahmen der Ausstellung „Verfolgte Christen und Minderheiten weltweit“, die vom 2. bis 16. November 2016 im Landratsamt Schwarzwald Baar in Villingen präsent ist, gibt es am 11.11. um 19.30 Uhr den Vortrag: „Dem IS entronnen – und jetzt bedroht im Flüchtlingsheim? – Erfahrungen christlicher und jesidischer Flüchtlinge in Deutschland“. Referent ist Karl Hafen, bisheriger Geschäftsführer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). – Allen Flüchtlingen gleiche Rechte zu gewähren, wie auch das Recht auf Religionsfreiheit, sollte bei uns Normalität sein. Dennoch hört die IGFM immer wieder Klagen von christlichen und jesidischen Flüchtlingen, dass sie von den muslimischen Mit-Flüchtlingen beleidigt, gemobbt, ausgegrenzt, ja sogar tätlich angegriffen wurden und dass sogar Heimpersonal tatenlos geblieben ist und muslimische Übersetzer die Klagen falsch übersetzt haben. Warum klagen die einen, aber die anderen nicht?

Der Referent schildert unter anderem Fälle von betroffenen Christen und Jesiden, die IGFM-Mitarbeiter mit Hilfe von Interviews aufgenommen haben. – Veranstaltungsort: Landratsamt Schwarzwald Baar, Am Hoptbühl 2, 78048 Villingen-Schwenningen, Stadtbezirk Villingen. – Der Eintritt ist frei – freiwillige Spenden sind erbeten. >>>Download Flyer

Ausstellung ‚Verfolgte Christen und Minderheiten weltweit‘

Die IGFM-Arbeitsgruppe VS lädt zu einer aktuellen Ausstellung über Menschenrechtsverletzungen in zahlreichen Ländern ein. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden Verfolgte Christen sowie religöse und andere Minderheiten.

Ort: Landratsamt Schwarzwald Baar, Am Hoptbühl 2, 78048 Villingen-Schwenningen

Zeitraum: Mittwoch, 2. November bis Mittwoch, 16. November 2016

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch: 08.00 bis 11.30 Uhr, Donnerstag: 08.00 bis 11.30 Uhr und 14.00 bis 17.30 Uhr

Eintritt: freier Zugang im Eingangsbereich

Weltweit werden Minderheiten schikaniert, bedroht und oftmals willkürlich getötet. Verfolgt werden christliche Konvertiten und religiöse Gruppen, ebenso wie sexuelle oder ethnische Minderheiten wie auch Menschenrechtsaktivisten. Die Verbrecher des sogenannten Islamischen Staates (IS) sind nur eine kleine Gruppierung – wenn auch aktuell die prominenteste und brutalste unter den Menschenrechtsverletzern. Auch das Mullahregime im Iran oder das Regime um Kim Jong Un in Nordkorea finden sich auf der Liste der grausamen Unterdrücker ganz oben.

Ziel dieser aktuellen Ausstellung ist es, die Besucher/innen für die dramatischen Menschenrechtsverletzungen weltweit zu sensibilisieren. Öffentlichkeit ist der beste Schutz für die Opfer religiös oder politisch motivierter Gewalt.

Die zweiwöchige Ausstellung umfasst 26 Exponate, die in drei thematische Gruppen gegliedert sind:

  • Bereich religiöse Verfolgung (Iran, Pakistan, Nigeria, Indien, Syrien, Türkei)
  • Bereich IS-Terror (Nordirak)
  • Bereich kommunistische Unterdrückung und Gewalt (Nordkorea, Kuba)

Darüber hinaus wird die Kampagne „IS-Tribunal jetzt!“ präsentiert, um die Verbrechen des IS von einem Ad-hoc Tribunal der Vereinten Nationen aufklären zu lassen. Auch werden Beispiele aufgezeigt, wie die IGFM den Betroffenen hilft, und wie sich jeder Besucher selbst für die Menschenrechte und die Opfer einsetzen kann. – Kontakt: Heinz J. Ernst, (07721) 9168-260. 

„Bedrängte Christen im Dreiländereck Syrien-Türkei-Nordirak“

 

Villingen-Schwenningen. Die Arbeitsgruppe VS der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte  (IGFM)  lädt zu einem Vortragsabend mit Gottfried Spangenberg aus Königsfeld, am 6. Oktober 2016, 19.30 Uhr beim Bildungswerk Heilig Kreuz, 78048 Villingen, Hochstr. 34, ein. Unter dem Titel: „Christen im Dreiländereck Syrien – Türkei – Nordirak (Kurdistan) – zwischen Bedrängnis und Entfaltung“ schildert er deren wechselhafte Situation vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Die damalige willkürliche Grenzziehung durch die Kolonialmächte schadete vor allem den christlichen Armeniern, Aramäern und Assyrern, ebenso wie den muslimischen und jesidischen Kurden. Eine ehemals einheitliche Kultur, aus der schon früh Impulse für die gesamte Christenheit kamen, wurde zerstückelt. Seit 100 Jahren gab es große Veränderungen durch Kriege, Massaker, Deportationen und jetzt die jüngste islamistische Bedrohung, die Emigration und regionale Migrationen bewirkten. Der Referent war 30 Jahre im Libanon als Theologe und Pädagoge beim Christlichen Hilfsbund tätig und ist mit der Situation im Nahen Osten vertraut.

Er beantwortet Fragen wie: warum bleiben einige Christen trotz Terror und Verfolgung in ihrer Heimat? Wie können wir in Deutschland den Bedrängten beistehen und helfen? Der Eintritt ist frei; freiwilligen Spenden sind erbeten. >>>Download Flyer

Situation in Asylheimen: Wahrhaftigkeit statt Selbstgerechtigkeit vonnöten

Wie die Nachrichtenagentur idea berichtet, hat Pfarrer Gottfried Martens von der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde in Berlin Steglitz die Stellungnahme der beiden großen Kirchen zur Situation von Christen in deutschen Flüchtlingsunterkünften kritisiert, und sie als ein „Dokument kirchlicher Selbstgerechtigkeit“ bezeichnet. Martens und seine Gemeinde kümmern sich schon länger intensiv um Flüchtlinge, besonders um diejenigen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hatten erklärt, dass es zwar Ablehnung und Gewalt gegenüber religiösen Minderheiten gebe, aber die Fälle seien „vergleichsweise selten“. Laut Martens werden zwar die Missstände in der Stellungnahme benannt, aber insgesamt gehe es darum, das eigene kirchliche Verhalten in einem vorteilhaften Licht erscheinen zu lassen. Er widersprach der Aussage, dass die beiden Kirchenleiter Berichte von Übergriffen auf Christen von Beginn an ernst genommen hätten: „Die großen Kirchen haben erst und nur dann auf diese Berichte reagiert, als sie Stellungnahmen aufgrund innerkirchlichen Drucks und aufgrund der öffentlichen Diskussion nicht länger vermeiden konnten.“ ⇒Download Stellungnahme der Kirchen

Diese Beurteilung seitens Pfarrer Martens korrespondiert mit meinen Beurteilungen der Reaktionen von Politikern und Kirchenvertretern. Ein Weihbischof schrieb unlängst: “…Wo Menschen in großen Lagern dicht gedrängt zusammenleben müssen, wird es unweigerlich Konflikte geben: Um Nichtigkeiten oder schwerwiegende Anlässe. Auch religiöse Gründe kann es geben. Es wird gelegentlich behauptet, in den Lagern würden Christen verfolgt werden. Aus unseren 78 Flüchtlingseinrichtungen ist mir nichts bekannt…man dürfte das auch nicht zulassen. Ich vermute, dass aus politischen Gründen Einzelfälle aufgebauscht werden, um eine Anti-Islam-Stimmung zu erzeugen. Die von unserem Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit ist ein hohes Gut. Sie darf weder von Christen noch Muslimen infrage gestellt werden.“ Kommentar: Statt eines allgemeinen Plädoyers für Religionsfreiheit und der erklärten Solidarität für alle bedrängten Menschen sollte der Weihbischof sich informieren, was bundesweit in den Heimen abläuft und sich nicht einfach mit einer Umfrage bei Landräten in seiner Diözese begnügen. Er müsste schon selbst Heime aufsuchen und auch die Erfahrungen von Menschenrechtsorganisationen und anderen Quellen in Betracht ziehen*. Wenn er von „aufgebauschten Einzelfällen“ spricht, die eine „Anti-Islam-Stimmung“ erzeugen sollen, unterstellt er auch denen, die sich leidenschaftlicher als er für ihre Schwestern und Brüder einsetzen, politische Instrumentalisierung.

„Ross und Reiter“ zu nennen, wird bei vielen Kirchenvertretern als „Störung des Friedens mit den Muslimen“ gewertet, so geschehen bei einer Unterschriften-Sammlung für ein Blasphemie-Opfer in Pakistan. Auf dem Roll-up-Banner mit dem Großfoto von Asia Bibi heißt es: „Todesstrafe wegen Beleidigung des Islam“.

Auch Fürbitten für ‘verfolgte Christen’ im Gottesdienst sind von vielen Pfarrern nicht gewollt, bestenfalls werden sie neutral formuliert (“…für alle um ihrer Überzeugung willen Verfolgten“).

Im Mai 2016 machte der neu gewählte Präsident des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, Polemik gegen den Vorschlag, Christen und Muslime getrennt unterzubringen. Er warnte in einem Gespräch mit der „Welt“ vor einem „verheerenden Signal“, das damit verbunden wäre. Sternberg argumentierte, dass man damit dem Eindruck Vorschub leiste, wir seien nicht fähig zur „friedlichen Koexistenz“. Man dürfe nicht „den Irrglauben schüren, dass Christen und Muslime nicht gut zusammenleben könnten“. Kommentar: Statt Wunschdenken sollte Sternberg sich der Realität stellen. Dann wüsste er, dass die gleiche Situation, aus der die Christen geflohen sind, sie in Deutschland wieder eingeholt hat.

Auch Politiker in Berlin brauchten lange, bis sie die Realität in deutschen Flüchtlingsheimen wahrhaben wollten. Der IGFM-Arbeitskreis ‘Religionsfreiheit weltweit’ appellierte im August 2015 an den Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert und forderte Sicherheit für christliche Flüchtlinge. Der leitete den Appell an den Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages weiter. Eine weitere Reaktion ließ auf sich warten. – HJE

*Bereits im Oktober 2014 berichtete die „Welt“ unter dem Titel „Christen fürchten im Asylheim um ihr Leben“ über islamisch motivierte Gewalt gegen koptische Christen in Burbach. Die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg wollte auf Anfrage der „Welt“ keine Stellung zu den Vorfällen beziehen. Der private Heimbetreiber European Homecare bestätigte Vorfälle: „Anfeindungen von muslimischen gegenüber christlichen Flüchtlingen kommen immer wieder vor.“ – Immer wieder gab es und gibt es in der Gegenwart Presseberichte über die Drangsalierung von Christen ⇒siehe zum Beispiel den FAZ-Artikel: „Schaut endlich auf die Christen!“

Mobbing in Flüchtlingsheimen – aufgebauschte Einzelfälle?

Unter dem Titel: „Attacken auf Christen offenbar Einzelfälle“ berichtet der ‚Schwarzwälder Bote‘ In seiner Ausgabe vom 8.7.2016  über eine Erhebung der evangelischen Landeskirche in Württemberg zum Thema Mobbing von christlichen Flüchtlingen in den Unterkünften des Landes. Das Fazit dieser Erhebung sei, dass es keine systematische Verfolgung gebe und es offenbar nur Einzelfälle seien. Der Chef des Diakonischen Werkes, Dieter Kaufmann, habe „nur“ in fünf Fällen von Mobbing gesprochen. Der Grund für die Erhebung sei gewesen, dass „rechtskonservative“ Medien und evangelikale Kreise eine angebliche Verfolgung von Christen thematisiert hätten. Nun, was will die Landeskirche damit beweisen? Keine der Organisationen/Gemeinden, die sich um die Betroffenen kümmern, hat je behauptet, dass es sich um eine „systematische Verfolgung“ handele. Es geht ihnen besonders um den Schutz der Religionsfreiheit für die vom Islam zum Christentum konvertierten Asylbewerber, sowie der anderen Christen, die als Minderheit bedrängt werden; also nicht um sogenannte „Alltagskonflikte“, die auf das Zusammenleben auf engstem Raum zurückzuführen sind. Anstatt hier die Problematik kleinzureden, sollte vielmehr der vorbildliche Einsatz wie zum Beispiel der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde in Berlin-Steglitz und das Engagement mehrerer Menschenrechtsorganisationen gewürdigt werden. Deren Verdienst ist es auch, dass Bistümer und Landeskirchen erst „wach“ geworden sind. – Ein Problem ist, dass viele Flüchtlinge eingeschüchtert sind und es nicht wagen, eine Anzeige zu erstatten. Falls sie es doch tun, bekommen sie bis zu zwanzig Gegenanzeigen und aus Opfern werden „Täter“. Die Dunkelziffer ist also höher als die Anzahl der bekannt gewordenen Fälle; und: Umfragen in Heimen geben nicht unbedingt die ganze Wirklichkeit der Diskriminierung wieder, die über das sogenannte Mobbing hinausgeht.

Zuvor hatte ein Freiburger Weihbischof (‚Konradsblatt‘ 23/2016) gemutmaßt, dass aus politischen Gründen Einzelfälle aufgebauscht werden, um eine Anti-Islam-Stimmung zu erzeugen. [Welch ein Unsinn!]
Jemand, der sich zu diesem Thema äußern will, sollte sich zunächst ein genaues Bild über die Situation in Flüchtlingsheimen machen, in dem er Kontakt mit Betroffenen, Betreuern oder Menschenrechtsorganisationen aufnimmt. – Heinz Josef Ernst

„Vom Kampf gegen Fluchtursachen im Nahen Osten“ – Vortrag am 2. Juni 16

VS-Villingen, 28.Mai 2016. Mit der Überschrift „Vom Kampf gegen Fluchtursachen im Nordirak“ kündigt der Schwarzwälder Bote den Vortrag am 02. Juni 16 an:

„Einen Vortrag über humanitäre Hilfe im Nordirak halten Karl Hafen und Khalil al Rasho bei der Arbeitsgruppe Villingen-Schwenningen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Donnerstag, 2. Juni, ab 19.30 Uhr beim Bildungswerk Heilig Kreuz in der Hochstraße 34 in Villingen. Die Referenten gehen der Frage nach, wie sich die Fluchtursachen im Nahen Osten beseitigen lassen“ ==>> online weiterlesen beim Schwarzwälder Boten.

Wie können Fluchtursachen im Nahen Osten beseitigt werden?

Herzliche Einladung zum Vortrag am 2. Juni 2016

VS-Villingen. Das Engagement der IGFM für Menschenrechte und humanitäre Hilfe in Syrien, im Irak und in der Türkei ist Thema eines Vortrags-Abends des Bildungswerkes Heilig Kreuz Villingen in Kooperation mit der IGFM-Arbeitsgruppe VS. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag, die Menschen in den Kriegsgebieten zum Bleiben zu ermutigen.

  • Referent: Karl Hafen, Geschäftsführer der IGFM Deutsche Sektion e.V., Frankfurt am Main
  • Termin: Donnerstag, 2. Juni 2016, 19.30 Uhr
  • Ort: Pfarrzentrum Heilig Kreuz, 78048 VS-Villingen, Hochstraße 34
  • Der Eintritt ist frei – um freiwillige Spenden wird gebeten.

>>>Download Flyer

Herzliche Einladung zum Info-Stand am 2. April 16

Unser Infostand am morgigen Samstag befindet sich an der gewohnten Stelle in der Villinger Fußgängerzone, Rietstraße 14, beim Durchgang zum Münster. Wir sind im Zeitraum von 9 bis 14 Uhr präsent.

Im Brennpunkt stehen unter anderem

  • Der gezielte Angriff auf Christen in Lahore/Pakistan am Ostersonntag, bei dem über 70 Opfer, darunter viele Kinder, zu beklagen sind.
  • Das Ultimatum der Islamisten, Asia Bibi bis zum 27.03. hinzurichten. Möglicherweise ist der Anschlag am Ostersonntag bereits eine Reaktion auf die nicht erfüllte Forderung.
  • Die Entführung des katholischen Priesters im Jemen, der durch Kreuzigung bedroht ist (falls nicht schon vollstreckt)
  • Der Einsatz der IGFM für Menschenrechte in Syrien, im Irak und in der Türkei (ist auch Hauptthema der IGFM-Jahresversammlung in Bonn am 8./9. April 2016)
  • Info zu Diskriminierung und Gewalt an Christen in deutschen Flüchtlingsheimen

Jede Form der Unterstützung kann den Bedrängten und Verfolgten helfen, zum Beispiel das Versenden eines Appellbriefes an den jeweiligen Staatspräsidenten. >>>Download Musterbrief an die Botschaft des Jemen in Berlin. – HJE

Auf der Flucht im eigenen Land: Die vergessenen Flüchtlinge

Bei der aktuellen Berichterstattung zur Flüchtlingsthematik geht es ausschließlich um die grenzüberschreitenden Flüchtlingsströme in Richtung EU/Deutschland. Dabei wird übersehen, dass es weltweit mehr als doppelt so viele Binnenvertriebene wie internationale Flüchtlinge gibt. Die in Würzburg erscheinende ‘Tagespost’ schreibt in ihrer Ausgabe vom 9. Januar 2016: „Mit 38 Millionen Binnenvertriebenen wurde im Jahr 2014 ein neuer, trauriger Rekord erreicht …Binnenflüchtlinge werden gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention nicht als Flüchtlinge anerkannt, weil sie keine internationale Grenze überquert haben. Deshalb erhalten sie in der Regel keinerlei Hilfe und sind ständig in der Gefahr weiterer Verfolgung. In vielen Fällen sind Regierungen, Rebellengruppen oder internationale Unternehmen direkt oder indirekt für die Vertreibungen verantwortlich. Um Flüchtlinge im Sinne des Völkerrechts kümmert sich das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR. Für Binnenvertriebene gibt es kein entsprechendes Organ.

Längst schon sind weit mehr Menschen Vertriebene in den Grenzen ihrer eigenen Staaten als jene, die in andere Länder geflohen sind…“. – Betroffene Länder sind unter anderen der Irak mit drei Millionen Flüchtlingen; der Libanon hat eine Million aus Syrien aufgenommen, womit im Libanon ein Viertel der Bevölkerung Flüchtlinge sind. Die Lage der Binnenflüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik ist als menschenunwürdig zu bezeichnen; ebenso in >>>Myanmar, wo eine muslimische und eine christliche Minderheit verfolgt werden.

Auch die Ukraine ist betroffen: Es sollen etwa 1,4 Millionen Ostukrainer auf der Flucht sein, die meisten innerhalb des eigenen Landes. Für den Präsidenten der Caritas Ukraine, Andrij Waskowycz, ist die Notlage der Binnenflüchtlinge eine der „schlimmsten Katastrophen der Nachkriegszeit“. Würden alle Flüchtlinge innerhalb der Ukraine Richtung Europa weiterziehen, würde Europa der Krise der Ukraine mehr Bedeutung beimessen. 

Zur Situation der Christen in Syrien

Türkei: Putschversuch ein Vorwand…

Ihre Hilfe für Bedrängte und Verfolgte

Unterschreiben für Gerechtigkeit:

Machen Sie mit: Petition für ein Tribunal über den Islamischen Staat (IS)

Tatsachen…

Sichere Herkunftsländer?

Brennpunkt Nigeria

Über 3000 Zwangsehen jährlich

Morde im Namen der Ehre